Bereitstellungszinsen-Rechner
Berechne Bereitstellungszinsen für gleichmäßige oder individuelle Darlehensabrufe. Vergleiche anschließend, wie sich spätere Auszahlungen oder eine längere Freiphase auswirken. Das Monatsmodell zeigt Kosten, Abrufe und den verbleibenden Kreditbetrag; alle Annahmen lassen sich unten nachlesen.
Vertrag und Abruf modellieren
Individuelle Monatsabrufe eingeben
Vergleichsszenarien einstellen
Ergebnis und Monatsverlauf
| Monat | Vor Abruf offen | Abruf | Kosten |
|---|
Alle Werte sind Modellrechnungen. Die Vergleichsszenarien werden einzeln betrachtet und nicht miteinander kombiniert.
Was sind Bereitstellungszinsen?
Gleicher Kredit, anderer Zahlungsplan: 1.275 Euro Unterschied
Eigene Modellrechnung: 500.000 Euro Darlehen, davon 150.000 Euro bereits abgerufen. Nach der vereinbarten Freiphase bleiben 350.000 Euro offen. Wir betrachten zehn Monate mit angenommenen 3 % Bereitstellungszins pro Jahr (0,25 % pro Monat). Beide Pläne rufen am Ende denselben Betrag vollständig ab.
| Szenario | Gleichmäßiger Abruf | Unregelmäßiger Abruf |
|---|---|---|
| Basisplan, 10 Monate | 4.812,50 € | 6.087,50 € |
| Alle Abrufe 3 Monate später, 13 Monate | 7.437,50 € | 8.712,50 € |
| Stattdessen 3 zusätzliche Freimonate, 10 Monate | 2.450,00 € | 3.562,50 € |
So lassen sich die Werte nachrechnen: Der gleichmäßige Plan ruft monatlich 35.000 Euro ab. Der unregelmäßige Plan verwendet für die Monate 1 bis 10 diese Eurobeträge: 20.000; 0; 30.000; 0; 50.000; 25.000; 75.000; 0; 100.000; 50.000. Der Rechner kann diesen Plan über die Beispiel-Schaltfläche laden.
Im gleichmäßigen Basisplan sinkt der offene Betrag vor dem jeweiligen Abruf von 350.000 auf 35.000 Euro. Die Summe dieser zehn Monatsbestände beträgt 1.925.000 Euro; multipliziert mit 0,0025 ergibt das 4.812,50 Euro. Bei unregelmäßigen Abrufen beträgt die Bestandssumme 2.435.000 Euro: Daraus entstehen 6.087,50 Euro und damit 1.275 Euro mehr. Drei vorgeschaltete Monate ohne Abruf kosten in beiden Plänen zusätzlich 350.000 × 0,0025 × 3 = 2.625 Euro.
Dieser Vergleich betrachtet nur Bereitstellungszinsen. Ein früherer Abruf kann reguläre Darlehenszinsen erhöhen; eine längere Freiphase kann mit anderen Konditionen verbunden sein. Geld daher nicht allein für diesen Recheneffekt früher abrufen. Entscheidend sind fällige Rechnungen, Abrufbedingungen und die Gesamtkosten.
So rechnet BaufiBlick
Das Modell beginnt unmittelbar nach dem Ende deiner bisherigen Freiphase. Es berechnet zuerst die Kosten auf den zu Monatsbeginn noch offenen Betrag und zieht anschließend den Abruf am Monatsende ab. Individuelle Abrufe ersetzen den gleichmäßigen Monatsbetrag vollständig. Abrufe oberhalb des verfügbaren Kreditrests werden begrenzt und im Ergebnis kenntlich gemacht. Monatskosten werden auf Cent gerundet und addiert.
Beim Verzögerungsvergleich werden vor den vollständigen Abrufplan zusätzliche Monate mit 0 Euro Abruf gesetzt; dadurch wächst der betrachtete Zeitraum. Beim Vergleich einer längeren Freiphase bleibt der ursprüngliche Plan bestehen, aber die ersten zusätzlichen Freimonate verursachen keine Bereitstellungszinsen. Beide Änderungen sind getrennte Szenarien.
Grenzen: Keine taggenaue Bankabrechnung, keine Sollzinsen, Tilgung, Miete, Gebühren, Zinsaufschläge oder steuerlichen Effekte. Ein im Ergebnis verbleibender Rest kann nach dem gewählten Zeitraum weitere Kosten verursachen. Bei mehreren Krediten mit verschiedenen Fristen und Sätzen jeden Kredit getrennt berechnen. Für konkrete Verträge sind deren Stichtage und Abrechnungsregeln maßgeblich.
Drei Kostenarten auseinanderhalten
Für Miete und laufende Finanzierung zusammen nutze den Bauzeit-Doppelbelastungsrechner. Die hier berechneten Bereitstellungszinsen sind nur ein Teil deiner Belastung während des Baus.
Welche Angaben du im Darlehensangebot prüfen solltest
- Dauer der bereitstellungszinsfreien Zeit
- Höhe des Bereitstellungszinssatzes pro Monat oder Jahr
- Beginn der Frist: Zusage, Vertrag oder anderer Stichtag
- Mögliche Verlängerung und deren Kosten
- Voraussetzungen für Teilabrufe und Mindestbeträge
- Abgleich mit Zahlungsplan und realistischer Bauzeit
Häufige Fragen
Sind Bereitstellungszinsen dasselbe wie Bauzeitzinsen?
Nein. Umgangssprachlich werden Begriffe teils vermischt. Darlehenszinsen fallen auf ausgezahlte Beträge an; Bereitstellungszinsen betreffen den noch nicht abgerufenen Teil nach der vereinbarten Freiphase.
Was passiert, wenn der gesamte Kredit früher abgerufen ist?
Dann beträgt der nicht abgerufene Betrag im Modell null und es entstehen für spätere Monate keine weiteren Bereitstellungszinsen. Normale Darlehenszinsen können weiterhin anfallen.
Ist ein längerer bereitstellungszinsfreier Zeitraum immer besser?
Er kann das Verzögerungsrisiko reduzieren. Entscheidend ist aber das Gesamtangebot: Zinssatz, Dauer, übrige Konditionen und tatsächlicher Bauzeitenplan gehören zusammen.
Speichert der Rechner meine Daten?
Nein. Die Berechnung erfolgt lokal in deinem Browser.
Quelle und Einordnung
Die KfW nennt für 297/298 aktuell ab dem 13. Monat eine Bereitstellungsprovision von 0,15 % pro Monat auf noch nicht abgerufene Kreditbeträge. Andere Darlehen können vollständig andere Fristen und Sätze haben; verbindlich ist ausschließlich der jeweilige Vertrag. KfW-Quellenstand: 6. September 2026. Der dortige Satz von 0,15 % pro Monat entspricht im Rechner 1,8 % pro Jahr; die voreingestellten 3 % sind davon unabhängig. Keine Finanzierungs- oder Rechtsberatung.
Methodik und Erweiterung des Rechners: 6. September 2026. Eigene, vereinfachte Szenariorechnung; mit KI-Unterstützung umgesetzt und rechnerisch automatisiert geprüft. Eine individuelle Prüfung deines Darlehensvertrags ist damit nicht verbunden. Mehr zu Arbeitsweise und Verantwortung in unserer Methodik.